Die Raketenkamera ist da!

Nachdem Nr. 1 von der Post gefressen wurde, kam nach zwei Wochen Nachbohren schließlich Nr. 2 bei mir an. Die Hyundai Keycam MC1010 ist eigentlich eine Keycam 808 #10 um Chuck Lohrs Klassifizierung zu verwenden. Die Kamera wiegt ohne den albernen Schlüsselring nur 14 Gramm und kann damit fast überall mitfliegen. Sogar auf einem Papierflieger.

Die ersten Tests waren recht enttäuschend, auch wenn ich keine Wunder erwartet habe: Aber die versprochenen flüssige Aufzeichnung von 30 Bildern pro Sekunde hatte ich schon erwartet. Selbst bei passablen Lichtbedingungen verliert die Kamera fast jedes zweite Bild. Das macht ziemlich ruckelige Videos. Die Tonqualität ist dagegen ganz akzeptabel. Zumindest erzeugt die Kamera keine eigenen Störgeräusche. Aber der geneigte Leser mache sich selbst ein Bild:



Nach den ersten Tests ging gleich die mitgelieferte 4GB Speicherkarte über den Jordan. Die Kamera tut zwar noch so als ob sie funktionieren würde, lässt sich aber nicht mehr über USB ansprechen.

Die Webcam Treiber von der Hyundai-Website sind, zumindest unter Windows XP 32 Bit, nicht lauffähig. Der Treiber der auf Chuck Lohrs Seite angepriesen wird geht auch nicht bei mir.

Die Bildqualität selbst ist im Videomodus noch irgendwie akzeptabel, aber im Fotomodus bestehen die hochinterpolierten Bilder nur noch aus Kompressionsartefakten. Bei 65 KB pro Bild und 1280×1024 Bildpunkten wundert das auch nicht. Die Bilder wirken alle wie mit Wasserfarben gemalt. Der Bildwinkel ist relativ eng nur 33 Grad, d.h. man muss schon gut aus der Hüfte zielen wenn man damit was aus der freien Hand treffen möchte. Für eine Flugkamera geht das gerade noch auch wenn etwas mehr Weitwinkel besser wäre.

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